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Design- und Ideenklau bei Handys

Handy-Fälschern auf der Spur

Von Johannes Michel und Udo Klein
24. August 2007

Vorsicht, Plagiat! Dreiste Produktfälscher verursachen jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe. Auch die Handy-Branche ist betroffen. Wir zeigen Originale und Kopien von Apples iPhone bis zu Top-Modellen von Nokia und Sony Ericsson.

Fotostrecke: Design- und Ideenklau bei Handys

Apple iPhone: Bei Fälschern beliebt.
Apple iPhone: Bei Fälschern beliebt.
 

Nokla N95, Nokir N73 oder ganz einfach Nokia N76: Handy-Fälscher werden auch bei der Namensgebung immer dreister und die Kopien immer besser. Oft verrät erst ein Blick in die Feature-Liste, dass es sich bei dem angebotenen Handy um ein Plagiat handelt.

Kampf gegen Piraten "fast aussichtslos"
In der Branche gehen die Meinungen auseinander, ob sich der Kampf gegen die Produktpiraten überhaupt lohnt. „Wir nutzen auch die Justiz. Eine direkte Ansprache, in diesem Fall der Händler, ist aber meist effektiver und vor allem schneller“, so Nokia gegenüber Xonio. Bei Sony Ericsson ist man hingegen der Meinung, dass „bezogen auf China ein Kampf gegen Produktpiraterie fast aussichtslos“ sei.

Oft kopiert: iPhone, RAZR, Nokia N95
Design-Ideen gehören zum wertvollsten Kapital eines Unternehmens. Aber selbst unter den großen Herstellern ist der Respekt vor diesem geistigen Eigentum nicht besonders groß - der Grat zwischen Inspiration und Kopie ist schmal.

Eines der prominentesten Bespiele: das Motorola RAZR, dessen Tastatur wohl zu den meist kopierten Design-Elementen gehört. Die Spitzenposition nimmt derzeit aber eindeutig Apples iPhone ein. Freche Nachbauten kursieren sogar unter dem Originalnamen iPhone. Ebenfalls sehr beliebt bei Produkt-Piraten: das Nokia N95.


Nokia N76: Dreist kopiert.
Nokia N76: Dreist kopiert.
 
Vorsicht bei "Refurbished"
Den Kunden empfehlen die Hersteller, Geräte und Zubehör nur bei zertifizierten Händlern und nicht im Asien-Urlaub oder auf Flohmärkten zu kaufen. Was nämlich an Technik in einem Fake-Handy steckt, und wie lange oder zuverlässig die funktioniert, weiß oft nicht einmal der Produktfälscher selbst. Das gilt ganz besonders für ältere Design-Klassiker, die als "Refurbished" (aufgefrischt) angeboten werden.

Probleme am Zoll
Ein weiteres Problem: Wenn Sie in Fernost ein Plagiat kaufen und damit am Zoll erwischt werden, kassieren es die freundlichen Beamten in Grün schlicht ein.

Brennende Akkus
Die Finger verbrennen können Sie sich bei Billigkäufen sogar im wörtlichen Sinne. Bei Akkus haben sich minderwertige Fremdprodukte schon oft als brand-gefährlich erwiesen.

Ein Trost bleibt den Herstellern allerdings, nett formuliert durch die Sprecherin von Sony Ericsson: „Wirklich gut ist man erst, wenn man kopiert wird.“

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