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Duell der W-LAN-Digicams: Nikon Coolpix P1/P2 – Kodak EasyShare One

W-LAN mit der Coolpix P2

08. Dezember 2005

Schnell, schlicht, übersichtlich in der Bedienung – die P2 bietet W-LAN auf pragmatisch-schlanke Weise.


Fotostrecke: Kodak One und Nikon P1/P2 im Vergleich

Sicher ist sicher: Das W-LAN-Modul ist bei der P1/P2 fest eingebaut.
 
Flott: Nikon baut der P1/P2 ein W-LAN-Modul nach 802.11g fest ein – damit funkt die Kamera mit maximal 54 MBit pro Sekunde. Sie versteht sich aber auch mit älteren Geräten nach 802.11b.

Funktionen
Der wichtigste Unterschied zur EasyShare One: Die P1/P2 bietet keinen Zugriff aufs Internet. Sie können also keine Bilder ins Web hochladen oder gar Mails verschicken.

Trotzdem können Sie beide Betriebs-Modi (Ad-hoc und Infrastruktur) nutzen. Zuvor müssen Sie aber mit Hilfe einer kleinen PC-Software via USB in der Kamera Profile für das verwendete W-LAN einrichten – eins für die Bildübertragung und eins fürs Drucken. Wenn das Netzwerk bereits auf dem Rechner konfiguriert ist, übernimmt die Nikon-Software dessen Einstellungen. Sie können aber auch manuell Profile einrichten. Schön: Sie müssen außer diesem kleinen Konfigurations-Tool keine weiteren Programme installieren. Weniger schön: Sie können – anders als bei der Kodak – Profile nicht in der Kamera bearbeiten und deshalb nicht unterwegs spontan Bilder hochladen. Weitere Einschränkung: Wie die Kodak können Sie Bilder nur auf den Rechner übertragen, auf dem das genannte Tool installiert ist.

Sie können Ihre Bilder auf verschiedene Arten übertragen: synchronisieren, nach Datum auswählen, einzeln markieren oder auch alle Bilder überspielen. Besonders interessant: Die P1/P2 kennt im Gegensatz zur EasyShare One eine Betriebsart, in der sie jedes fotografierte Bild sofort überträgt.



Karg: Mit der optischen Gestaltung der Menüs hat sich Nikon nicht lang aufgehalten.
 
Praxis
Die Cam mag zwar mit 802.11g Ihre Bilder schneller verschicken als die Kodak, die Verbindung baut sie aber quälend langsam auf: ein bis zwei Minuten dauert es häufig. Gelegentlich bricht sie den Versuch auch einfach ab – vielleicht weil’s zu lange dauert? Zeit müssen Sie auch mitbringen, wenn Sie jedes Foto direkt nach dem Schuss übertragen möchten: Jedesmal vergehen mindestens vier Sekunden, bis Sie wieder abdrücken können. Der Nutzer sollte sich also genau überlegen, wie oft er auf Drahtlos schaltet, sonst ist er ruckzuck Weltmeister im Däumchendrehen.

Die Bedienung der spartanisch gestalteten W-LAN-Menüs ist einfach: Sie wählen das Profil des Zielrechners aus und danach die gewünschte Funktion – fertig. Auch der Setup-Assistent für den PC ist sehr einfach zu bedienen. Unpraktisch: Wenn Sie aus dem Aufnahme- in den W-LAN-Modus umschalten, bleibt das Objektiv ausgefahren. Sie können die Kamera also nicht hinlegen.

Vorteile: Direktübertragung im Aufnahme-Modus, schnelle W-LAN-Variante, einfache Einrichtung, schlanke PC-Installation

Nachteile: Keine Internet-Funktionen, lahmer Verbindungsaufbau, beschränkt auf präparierten Rechner


Fotostrecke: Kodak One und Nikon P1/P2 im Vergleich


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