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Handy-Design: Die schlimmsten Sünden

Design-Desaster Formgebung

06. August 2008

Schön, schöner, Ladenhüter: Manchmal sterben auch Handys in Schönheit. Oder weil sie einfach dämlich konzipiert wurden, wie etwa das Nokia N-Gage.



Fotostrecke: Die schlimmsten Design-Sünden der Handy-Hersteller

Xelibri-Handys: Haftminen in den Boutique-Regalen.
Xelibri-Handys: Haftminen in den Boutique-Regalen.
 
Zu schön für den Handyshop: Siemens Xelibri
Handys als Fashion-Accessoires? Keine schlechte Idee, aber im Fall der Xelibri-Serie ging das gründlich schief. Siemens startete das Experiment der Fashion-Phones im Frühjahr 2003. Die Modelle Xelibri 1 bis Xelibri 4 wurden nicht im Fachhandel, sondern in ausgewählten Kaufhäusern, Boutiquen und Trendshops verkauft. So recht zündete das Konzept nicht. Angesichts der fitzeligen Bedienelemente, des lahmen Schwarz-Weiss-Displays und der umständlichen Benutzerführung kein Wunder. Auch der Mitnahme-Effekt stellte sich nicht ein: Mit 199 Euro waren die Handys schlicht zu teuer. Nach den Modellen Xelibri 5 bis Xelibri 8 war Schluss mit schick, im Juni 2004 wurde das Unternehmen Xelibri eingestampft.

Nokia N-Gage: Das Sidetalker-Handy.
Nokia N-Gage: Das Sidetalker-Handy.
 
Der Sidetalker: Nokia N-Gage
Nokias erstes N-Gage darf den zweifelhaften Ruhm für sich beanspruchen, das einzige Handy zu sein, dessen Besitzer sich weltweit Hohn und Spott ausgesetzt sahen. Konzipiert wurde das N-Gage als Telefon plus Spielekonsole, weshalb die Designer Mikrofon und Lautsprecher auf die schmale Gehäuseseite verlegten, um Platz für Buttons und Steuerkreuz zu gewinnen. Beim Telefonieren sah es fast so aus, als hielten sich die N-Gage-Besitzer eine Pizza Calzone ans Ohr. Sidetalking wurde zum Running Gag der Internet-Foren. Dass zum Wechseln der Spielemodule die Batterie entfernt werden musste, gehörte ebenfalls in die Kategorie verplant. Im Nachfolgemodell N-Gage QD besserte Nokia zwar nach, doch da war der Zug für N-Gage bereits abgefahren.


Nokia 6500 classic: Bitte nicht berühren.
Nokia 6500 classic: Bitte nicht berühren.
 

Dreckschleuder Mensch: Klavierlack-Handys
Je edler das Telefon, desto teurer kann man es verkaufen. Und so experimentieren die Design-Abteilungen der Handy-Hersteller mit allerlei schicken, modernen Materialien. Besonders en vogue sind derzeit Klavierlack, spiegelnde Metalloberflächen und großflächige Touchscreens. Das Problem dabei ist die Schmutzfalle Mensch. Fiese Fingertapper und grausam verschmierte Displays lassen auch das schönste Handy in Sekundenschnelle grabbelig aussehen. Besonders betroffen sind Nokias 6500 classic, LGs KE850 Prada-Handies, Sony Ericssons K850i sowie Apples iPhone, dem gleich ein Mikrofasertuch beiliegt.

Fotostrecke: Die schlimmsten Design-Sünden der Handy-Hersteller


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