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Test: Nokia N90

Praxis: Wuchtbrummer mit Super-Display

26. August 2005

Wow! Das bunte Display des N90 unterstützt sagenhafte 352 x 416 Pixel und verweist fernöstliche Konkurrenzprodukte auf die Plätze.

Einfach brillant: das N90-Display.
 
Eckdaten
Das Display des N90 setzt bei Series-60-Smartphones neue Maßstäbe: Mit der viermal so hohen Auflösung, bisher 176 x 208 Pixel, wirken Fotos ebenso gestochen scharf wie Texte und Menü-Bilder. Bei dieser Auflösung hätte das Display aber insgesamt etwas größer ausfallen dürfen – Platz wäre vorhanden. Aber ein anderes Problem wiegt wesentlich schwerer: Nachdem Sie das N90 eine Weile in der Hand hatten, kommt Ihnen jedes Smartphone-Display grobkörnig vor. Nur Nokias 7710 bietet mit 640 x 320 Pixel mehr.

Im Akku-Test schneidet das N90 allerdings weniger rühmlich ab. 2:24 Stunden hielt es ein Dauergespräch bei stärkster Sendeleistung durch - eher unteres Mittelmaß.

Verarbeitung, Tastatur
Viel Inhalt, großer Umfang! Das N90 ist ohne Frage ein ganz schöner Klotz. Mit seinen gut 170 Gramm und einer Länge von über elf Zentimetern kann das Modell nicht gerade als handlich bezeichnet werden. Aber auch damit lässt sich der Foto-Spezialist nicht vom Siegerpodest unserer Handy-Hitliste verdrängen. Denn als weiteren Pluspunkt kann das hochwertig verpackte N90 eine gute Verarbeitung verbuchen.

Fotostrecke: Nokia N90

Ausstattungstabelle des Nokia N90

Auch die großzügig angelegte Zifferntastatur und die Fünf-Wege-Taste überzeugen. Der seitlich angebrachte Joystick war zwar etwas schwerer zu handhaben, lässt sich mit etwas Übung aber gut nutzen. Nachbessern sollte Nokia beim Auslöseknopf oberhalb des Joysticks: Zum Aktivieren des Autofokus müssen Sie ihn halb eindrücken – allerdings war beim Testgerät kaum zu spüren, wann diese Mittelstellung erreicht war.

Clevere Benutzerführung
Das N90 bietet den Nutzern auf dem Stand-by-Bildschirm eine Übersicht über anstehende Termine oder eingegangene Nachrichten und führt die zuletzt genutzten Anwendungen in einer Kopfleiste zur schnellen Auswahl auf. Das macht die Navigation einfacher und verschafft Übersicht.

Akustik
Beim Test-Telefonat gab's kaum was zu meckern. Es könnte etwas lauter und natürlicher klingen - mehr nicht. Selbst mit den gefürchteten Aussetzern beim Durcheinandersprechen musste sich der Gesprächspartner nicht herumplagen. Der Freisprecher gefiel dagegen nur auf der Handy-Seite. Auf der Festnetzseite war es deutlich anstrengender, alles zu verstehen. Häufig wurden Silben abgeschnitten.






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