Auf dem Weg zum Ziel darf sich das Navigationssystem keine groben Patzer leisten, Zackige Streckenberechnung und präzise Zielführung – das trägt viel zu einem guten Lotsen bei. Die Navigationspraxis entspricht 25 Prozent des Gesamtergebnisses.
Übersicht gefragt: Die Kartenansicht soll informativ sein.
Routenberechnung
Nicht nur beim Steuern durchs Menü sollte das System zuverlässig und flott arbeiten. Ist das GPS-System zudem schnell darüber im Bilde, wo es sich gerade befindet und hat die Route zum Zielort parat, herrscht bestes Einvernehmen zwischen Fahrer und Navi. Wenn der PNA allerdings fast eine Minute bis zum ersten Fix (Bestimmung der eigenen Position) braucht und sich dann vielleicht zwei Minuten gönnt, um den Weg bis zum Ziel zu berechnen, wird mancher Fahrer doch lieber den Beifahrer konsultieren.
Wir messen die Geschwindigkeiten bei standardisierten Aufgaben: die erste Positionsbestimmung nach 12 Stunden (Time to First Fix = TTFF), die Berechnung von festgelegten Strecken, die Neuberechnung nach falschem Abbiegen. Da die Kombination aus Kartenmaterial und Navigationssoftware den Weg bestimmt, kommen in dieser Wertung auch technisch identische Gerät zu verschiedenen Resultaten – wie bei der Zielführung.
Zielführung
Wir fahren festgelegte Teststrecken, um das Gerät an besonders kniffligen Stellen und in Tunneln aus dem Konzept zu bringen. Natürlich prüfen wir auch, wie genau das System uns vor der Zieladresse absetzt – Abweichungen unter zehn Meter sind top.
Eine gute Zielführung ist allerdings nichts ohne informative Darstellungen und klare Ansagen. Die Anordnung und Fülle der Infos in Karten und Pfeildiagrammen bleibt zwar Geschmackssache, sie sollte aber weder zu überfrachtet noch zu spartanisch ausfallen. Auch die Sprachanweisungen sollten keine Fragen aufwerfen und dürfen bei lauterer Umgebung nicht untergehen. Die Lautstärke messen wir in einer speziellen Kammer und lassen das Ergebnis ebenfalls in die Ergonomie-Wertung einfließen.