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24. November 2005

Test: Sony Cyber-shot DSC-R1

Praxis: Billige Haptik


Von der einen oder anderen Schwäche abgesehen, macht die Arbeit mit der R1 richtig Spaß.


Fotostrecke: Sony Cyber-shot DSC-R1

Nervig: der knartzende Akku-Deckel
 
Gehäuse und Haptik
Ein bisschen enttäuscht hat uns das Gehäuse der R1, denn im Verhältnis zum Preis fühlt es sich definitiv viel zu sehr nach Plastik an. Ungünstig: Der rechte kleine Finger drückt genau von der Seite auf den Akku-Deckel, der zumindest bei unserem Testgerät ruckelte und knarzte.

Handling
Keine Frage, mit über 1 Kilogramm schlägt sich die R1 in der Schwergewichtsklasse – aber sie schlägt sich gut! Denn mit dem dicken und gut proportionierten Griffwulst lässt sich die Kamera bequem halten. Und mangels Zoom-Wippe kommt der Nutzer nie in Versuchung, die Kamera längere Zeit einhändig zu bedienen – konstruktiver Sehnenscheidenschutz. Brennweite und Schärfe regulieren Sie mit zwei großen und griffigen manuellen Stellringen am Objektiv, die geschmeidig und präzise laufen.

Schade, dass manuelles Fokussieren nur im komplett manuellen Modus möglich ist und nicht mit automatischer Belichtung. Schließlich verteilen viele Fotofreunde Schärfen und Unschärfen mithilfe des Fokuspunkts, wollen sich dabei aber nicht auch noch um korrekte Belichtung kümmern. Umgekehrt geht’s: Bei manueller Steuerung reicht ein Knopfdruck am Objektiv (ohne absetzen), um den Autofokus kurz zu aktivieren.



Display aufs Dach: Dadurch gewinnt Sony viel Platz für eine aufgeräumte Rückwand.
 
Bedienung
Funktionstasten und Bedienelemente en detail zu erklären, würde den Rahmen dieses Tests sprengen. So viel immerhin: Alle wichtigen Funktionen sind per Schnellzugriff zu erreichen. Besonders gut hat uns gefallen, dass der On/Off-Schalter auch „aus der Hüfte“ sofort am Zeigefinger liegt und dass Empfindlichkeit, Wiedergabe, Löschen, Menü, Blitz, Weißabgleich und AF/MF/Makro ohne Umgreifen und ohne Absetzen zu erreichen sind. Eher mittelprächtig: Blende und Zeit regelt der rechte Daumen mit separaten Rädern. Praktischer wäre eine Lösung, bei der auch der rechte Zeigefinger beteiligt wäre - ein Rändel unterm Auslöser zum Beispiel.

Display
Ungewöhnlich: Bei der R1 klappt das Display nach oben raus – eine originelle Lösung, deren praktischer Mehrwert darin liegt, dass Sony damit auf der Rückseite mehr Platz für Knöpfe und Schalter gewinnt. Dafür zahlt der Nutzer allerrdings den Preis, dass extreme Vogelperspektiven nur schwer zu realisieren sind, da das Display dafür nicht weit genug herunterklappt. 2 Zoll gehen in Ordnung, aber 134.000 Pixel zeigen bei dieser Größe ein recht grobes Bild. Besser lässt sich die Schärfe mit dem elektronischen Sucher mit seinen 235.000 Pixeln beurteilen.

Fotostrecke: Sony Cyber-shot DSC-R1

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