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06. Juli 2007

Zum Handy-Jubiläum: Erinnerungen von Henning Gajek



Handy - Die ganze Geschichte

Vor 15 Jahren, am 30. Juni 1992, wurde in Deutschland das erste GSM-Netz frei geschaltet. Doch mobiles Telefonieren gibt’s in Deutschland schon länger - und unser Blog-Autor, Mobilfunk-Experte Henning Gajek, war von Anfang an dabei.

Postauto: Henning Gajeks erstes Telefonat war auto-mobil.
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Als Knirps durfte ich in einem gelben VW-Käfer der „Post“ einmal mobil telefonieren. Dazu wurde an einer Skala wie bei alten Autoradios gedreht, bis man einen Sender empfangen konnte, der einen Ausschlag auf der Anzeige erzeugte. Dann nahm man den schweren Hörer aus der Halterung, drückte den roten Knopf im Armaturenbrett und wartete auf das „Frollein“ von der Vermittlung. „Hier ist Wagen 12345 - ich hätte gern Anschluß sowieso“, und dann wiederholte das „Frollein“ diese Anfrage und man legte auf.

Ein paar Minuten später hupte es im Wagen, wie bei einer Diebstahlwarnanlage (das war der einzig mögliche Klingelton), man meldete sich mit „Wagen 12345“ und das „Frollein“ verband zum gewünschten Teilnehmer. Am Ende drückte man den roten Knopf erneut, teilte dem „Frollein“ mit, dass man fertig sei und bekam den Preis für die Verbindung genannt.

Vorsicht, Ende des Funkbereichs
Telefonieren während der Fahrt war möglich, solang man nicht aus dem Funkbereich des Senders hinausfuhr. Beim B-Netz (später B2-Netz mit mehr Frequenzen) ging´s schon komfortabler zu. Man konnte selbst „raus wählen“, und man konnte seinen Tarif beeinflussen, indem man den Funkturm auswählte. Der nächste war teurer, der entferntere war unsicher, denn Handovers gab´s noch nicht. Heute nennt man das „Quality of Service“ und das ist ein brandheißes Thema.

Wer die Funkzone kannte, in der das Auto stand, konnte „von außen“ direkt anrufen. Wagen 12345 in Stuttgart war dann unter der Vorwahl 0711-05 (die „B-Netz-Kennzahl“) gefolgt von der Rufnummer 12345 zu erreichen, die Nummern waren fünfstellig, was völlig ausreichte.

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