CHIP Tipp der Woche
Tipp 1: Autovervollständigung
Tipp 1: Autovervollständigung
Tipp 1: Autovervollständigung
Tipp 1: Autovervollständigung
Tipp 2: Eingabeaufforderung im dem Shell-Menü
Tipp 2: Eingabeaufforderung im dem Shell-Menü
Tipp 2: Eingabeaufforderung im dem Shell-Menü
Tipp 2: Eingabeaufforderung im dem Shell-Menü
Tipp 2: Eingabeaufforderung im dem Shell-Menü
Tipp 2: Eingabeaufforderung im dem Shell-Menü
Tipp 2: Eingabeaufforderung im dem Shell-Menü
Tipp 3: Arbeiten mit mehreren Dateien
Tipp 3: Arbeiten mit mehreren Dateien
Tipp 3: Arbeiten mit mehreren Dateien
Tipp 3: Arbeiten mit mehreren Dateien
Tipp 3: Arbeiten mit mehreren Dateien
Tipp 3: Arbeiten mit mehreren Dateien
Keine Angst vor der Kommandozeile! Es muss ja auch nicht gleich
Cygwin oder die
Powershell sein. Die Windows Eingabeaufforderung reicht für viele Aufgaben häufig völlig aus. Unser CHIP Tipp zeigt zunächst einige Tipps für die Eingabeaufforderung und erläutert dann Anwendungsbeispiele. Vom Umbenennen mehrerer Dateien bis hin zu Stapelkonvertierung von Video- und Audio-Dateien.
Um sich die Arbeit mit der Eingabeaufforderung möglichst einfach zu machen, sollten Sie zunächst die Autovervollständigung überprüfen. Hierfür genügt die Kontrolle weniger Registrierungseinträge.
Öffnen Sie zunächst den Registrierungunseditor über die Tastenkombination [Windows]+[R] und die Eingabe von "regedit" gefolgt von [Return]. Uns interessiert, ob die beiden Schlüssel "CompletionChar" und "PathCompletionChar" angelegt und auf den Hexadezimalwert "9" eingestellt sind. Kontrollieren Sie die Werte zunächst für den Registrierungspfad "HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\ Microsoft\ Command Processor". Ein Doppelklick auf einen der beiden Einträge genügt und Sie können den Wert leicht ändern.
Führen Sie die selben Schritte anschließend für den Registrierungspfad "HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Command Processor" durch. Sollte ein Wert komplett fehlen, legen Sie ihn über das Kontextmenü (Klick mit der rechten Maustaste) manuell an.
Die eigentliche Eingabeaufforderung finden Sie im Startmenü. Schneller geht es, wenn Sie die Tastenkombination [Windows]+[R] bemühen und den Befehl "cmd" gefolgt von [Return] eingeben.
Überprüfen Sie hier, ob die Autovervollständigung korrekt arbeitet. Wollen Sie etwa mit dem Befehl "cd" (change directory) in ein Verzeichnis wechseln, sollten Sie nicht den kompletten Namen angeben. Vom Wurzel-Verzeichnis C:\ aus reicht die Eingabe "cd C:\Dok" und ein anschließender Druck auf die [Tabulator]-Taste, um ins Verzeichnis "Dokumente und Einstellungen" zu wechseln.
Mehrmaliges Drücken der [Tabulator]-Taste blättert dabei durch alle Ergänzungs-Möglichkeiten. Praktisch: Haben Sie den gesuchten Eintrag überblättert, führt Sie die Tastenkombination [SHIFT]+[TAB] zurück zum vorigen Ausdruck.
Unseren zweiten Tipp können Vista-Nutzer getrost ignorieren. Um eine Eingabeaufforderung direkt aus dem Kontext-Menü zu starten genügt beim neuen System ein Rechtsklick auf ein Verzeichnis im Explorer. Halten Sie beim Klick zusätzlich die [SHIFT]-Taste gedrückt und wählen Sie den Eintrag "Eingabeaufforderung von hier öffnen".
XP-Nutzer benötigen wenige Registrierungseinträge, um die Eingabeaufforderung ins Kontextmenü zu bewegen. Dann öffnet sich die Eingabeaufforderung aber wie bei Vista direkt mit dem gewünschten Pfad.
Öffnen Sie zunächst - wie oben beschrieben - den Registrierungseditor und hageln Sie zum Pfad "HKEY_CLASSES_ROOT\ Directory\ shell". Legen Sie hier über das Kontextmenü einen neuen Schlüssel an.
Den Namen können Sie beliebig wählen; wir vergeben den Titel "Command Prompt".
Klicken Sie im nächsten Schritt auf Ihren neu erstellten Schlüsselnamen in der linken Baumansicht. Der rechte Fensterteil zeigt anschließend lediglich einen (Standard)-Eintrag. Ein Doppelklick auf den Eintrag lässt uns einen Wert vergeben. Den hier vergeben Text zeigt anschließend das Kontextmenü. Daher wählen wir wie bei Vista den Wert "Eingabeaufforderung von hier öffnen".
Jetzt müssen Sie dem neuen Eintrag noch einen Befehl zuweisen. Der legt fest was passiert, wenn Sie Ihren neuen Eintrag aus dem Kontextmenü wählen.
Folgende Schritte sind notwendig:
Legen Sie einen neuen (Unter-)Schlüssel unter Ihrem ersten Eintrag an. Den Namen dürfen Sie dieses Mal nicht frei wählen. Nennen Sie den Schlüssel daher "command". Der Standardwert des command-Schlüssels verknüpft den Kontextmenü-Eintrag mit einer Aktion. Wir wollen zunächst die Eingabeaufforderung öffnen (cmd). Die soll einen Befehl ausführen, ohne sich gleich wieder zu beenden (/K). Der Befehl soll ins gerade im Explorer angezeigte Verzeichnis (%L) wechseln (cd).
Der neue Standard-Eintrag lautet dann:
cmd /K "cd %L"
Ab sofort arbeitet Ihr neues Kontextmenü wie bei Windows Vista. Ein Rechtsklick auf ein Verzeichnis im Explorer fördert den selbst erstellten Eintrag "Eingabeaufforderung hier öffnen" zu Tage. Probieren Sie es doch gleich einmal mit unterschiedlichen Verzeichnissen aus.
Noch ein Tipp: Die Befehls-Chronik Doskey ist bereits mit an Bord. Mit einem Druck auf die [Pfeil Auf]- und [Pfeil Ab]-Taste blättern Sie durch Ihre Befehlseingaben. Ein Druck auf die [F7]-Taste zeigt die Chronik in einem schicken Menü. Weitere Infos erhalten Sie durch Eingabe von "doskey /?".
Ein bequemer Weg, um mehrere Dateien auf einmal zu verarbeiten, ist die FOR-Schleife. Der Screenshot zeigt die Funktionsweise.
Jede Schleife beginnt mir dem Schlüsselwort "FOR". Anschließen geben Sie eine beliebige Variable an. Die Variablen-Namen beginnen dabei immer mit einem Prozent-Zeichen. Für Ihre Variablen können Sie zum Beispiel %A, %B, %C, ... %I ... , %Z verwenden. Uns fehlt nun noch ein Satz von Dateien, die wir verarbeiten wollen. Ein Satz wird dabei in runden Klammern angegeben. Der Satz (*.jpg) bezeichnet zum beispiel alle JPG-Dateien im aktuellen Verzeichnis. Zum Schluss müssen Sie noch angeben, was mit dem Datensatz passieren soll. Hierfür verwenden Sie das Schlüsselwort "DO" gefolgt von dem eigentlichen Befehl. Unser Beispiel soll für alle Elemente %I des Datensatzes (*.jpg) den Dateinamen (Inhalt der Variable %I) auf den Bildschirm ausgeben. Letzteres geschieht mit dem ECHO-Befehl.
Der Screenshot zeigt Ihnen, wie die FOR-Schleife arbeitet. Unsere Variable %I nimmt nacheinander den Namen der Elemente des Datensatzes (*.jpg) an. Bei der Eingabe von FOR %I IN (1 2 3) DO
irgenwas hätte %I nacheinander die Werte 1, 2 und 3 angenommen.
Die Bildschirmausgabe mit der FOR-Schleife mag wenig Sinn machen. Etwas anders aufgebaut hilft uns die Schleife aber beim Umbenennen mehrerer Dateien.
Hierfür greifen wir auf den Befehl ren (rename) zurück. Die Syntax lautet dabei REN Dateiname1 Dateiname 2. Die Datei mit Namen Dateiname1 würde anschließend Dateiname2 heißen. In unserer FOR-Schleife wollen wir alle Elemente %I aus dem Datensatz (*.jpg) im Arbeitsverzeichnis anhand des Ausdrucks "%~nI_%date%.jpg" umbennen.
Auf den ersten Blick mag das sehr kryptisch erscheinen. %~nI steht dabei nur für den Namensteil einer Variable, die mit einem Dateinamen gefüllt ist. Wäre %I etwa Bild.jpg; hätte %~nI den Wert Bild. An den Namensteil wollen wir das aktuelle Datum anhängen. Dazu benutzen wir die vordefinierte Systemvariable %date%, die das aktuelle Datum repräsentiert. Da wir anfangs nur den Namensteil der Datei verwendet haben, müssen wir anschließend die Dateiendung .jpg manuell anhängen. Im Screenshot sehen Sie, wie unsere FOR-Schleife arbeitet.
Neben dem Namensteil einer Datei kann es hilfreich sein, direkt auf den Pfad oder die Größe einer Datei zuzugreifen. Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt aus der Hilfe-Seite für eine FOR-Schleife. Die Seite können Sie sich selbst anzeigen lassen, indem Sie "FOR /?" in die Eingabeaufforderung eintippen.
Wirklich hilfreich wird eine FOR-Schleife in Kombination mit weiteren Kommandozeilen-Programmen. Unser zweites Beispiel nutzt den Konvertierer Mencoder des MPlayer-Projektes.
In unserer FOR-Schleife konvertieren wir in einem Schritt alle FLV-Dateien im Verzeichniss C:\video_in in XVID/AVI-Dateien im Verzeichnis C:\video_out. Wir haben dazu folgende Parameter benutzt:
Output Video Codec (-ovc) = XVID
Output Audio Codec (-oac) = mp3lame
und das ganze mit den xvid-encodierungs-optionen (-xvidencopts) bitrate=700. Der abschließende Parameter -o nimmt Ausgabepfad und Ausgabenamen entgegen.
Dieser Screenshot zeigt, welche Dateinamen unsere Variable %I annimmt.
Unser letztes Beispiel soll verdeutlichen, wie Sie das Kommmandozeilen-Programm Mencoder durch beliebige weitere Programme ersetzen. Im Screenshot konvertieren wir alle WAV-Dateien im Verzeichnis C:\wav ind MP3-Dateien im Verzeichnis C:\mp3. Wir nutzten dazu das Kommandozeilen-programm lame mit den Parametern -V 2 und --vbr-new. Der erste gibt die Qualitätsstufe vor, der zweite weist den lame-Encoder an, den neuen Algorithmus zur Encodierung mit variablen Bitraten zu nutzen.