Sie befinden sich hier: Home > Test & Kaufberatung > Handy

Die größten Handy-Pannen aller Zeiten

Send2friendSend2friend

vorheriges Bild

1/26

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 

nächstes Bild

Die größten Handy-Pannen aller Zeiten: Siemens S40

vorheriges Bild

1/26

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 

nächstes Bild

Siemens S40

Ein wahres Software-Desaster für Siemens war das Modell S40. Die Konstruktion stammt noch von Bosch, dessen Handysparte 2000 aber von Siemens geschluckt wurde. Und so kam alles anders: Funktionen wurden weg rationalisiert und das Telefon kam mit Fehlern behaftet auf den Markt. Die ersten Besitzer wurden mit ihm wohl nie glücklich, obwohl Siemens viele Software-Updates nachschob.

Highlights dieser Bildergalerie:



Siemens S40
Sony Ericsson T200
Xelibri (1)
Xelibri (2)
Katharina das Große
Ericsson T28
Sony Z5
Nokia N-Gage
Nokia 3300
Nokia 7110
Siemens S65
Nokia 3650 und Bang&Olufsen Serene
Nokia N90
Alcatel One Touch Easy (OTE)
Philips fisio 120
Siemens ST55
Siemens SXG75
Toshiba TS21i
Sendo X
Siemens SX45
Motorola ROKR
Ericsson R380s
Samsung SGH-P900
Grundig mobile
Siemens SFG75
Nokia 7600 und Siemens SX1
Ein wahres Software-Desaster für Siemens war das Modell S40. Die Konstruktion stammt noch von Bosch, dessen Handysparte 2000 aber von Siemens geschluckt wurde. Und so kam alles anders: Funktionen wurden weg rationalisiert und das Telefon kam mit Fehlern behaftet auf den Markt. Die ersten Besitzer wurden mit ihm wohl nie glücklich, obwohl Siemens viele Software-Updates nachschob.
Aller Anfang ist schwer. Nach dem Zusammenschluss von Sony und Ericsson in Sachen Handy-Entwicklung wurden zuerst einmal alte Ideen recycelt. Dass das T200 noch eine Entwicklung von Ericsson war, erkannten geübte Nutzer schon an der Menüführung. Insgesamt sah das Gerät aber wohl eher einem Spielzeug ähnlich und wanderte daher schnell in billige Prepaid-Pakete.
Hier passt der Begriff Spielzeug noch um einiges besser. Keines dieser Handys konnte, obwohl die Designs teilweise gelungen waren, das Plastikgehäuse vergessen machen. Hinzu kam, dass die meisten Modelle keine Tastatur eingebaut hatten. Innerhalb eines Jahres kamen zwar acht Modelle auf den Markt …
… danach war aber auch schnell wieder Ende Gelände. Bis heute ist die Marke Xelibri, übrigens eine Unterabteilung von Siemens, verschwunden.
Klar, ein Seniorenhandy sollte nicht zu klein und gut zu bedienen sein. Dennoch hätten sich die Erfinder von Katharina beim Design etwas mehr Mühe geben können. Die Tastatur wirkt zudem im Vergleich zum Display überdimensioniert. Wäre es nicht besser, ein noch größeres Display zu verbauen, damit Oma eine SMS auch gut lesen kann?
Kleine Displays waren ein Markenzeichen von Ericsson zum Ende der 1990er Jahre. Warum? Das müssten Sie schon die Designer in Schweden fragen. Tatsache war und ist, dass sich auf einer derart kleinen Anzeige nur Menschen mit guten Augen zurechtfinden. Auch das Topmodell der Schweden, das T39m, eines der ersten Handys mit Bluetooth und WAP, litt unter einem zu klein geratenen Display. Erst mit dem T68, später als T68i bei Sony Ericsson, gelang der Erfolg.
Und wieder ein Handy mit dem berühmten Lack-ab-Problem. Das Sony Z5 und sein Nachfolger Z7 sind noch aus heutiger Sicht gute Handys. Das Design mit der Klappe ist unerreicht. Auf der Schattenseite standen aber Verarbeitungsprobleme sowie Ausstattungslücken. Ein Z5 mit GPRS und Farbdisplay, das wäre der Traum jeden Fans gewesen. Unter dem Namen Z700 wollte Sony Ericsson ein derartiges Gerät auf den Markt bringen – es blieb aber nur bei einem Prototypen.
N-Gage, das „Brot am Ohr“. Noch über Jahre dürfte sich Nokia fragen: „Was haben wir da bloß verbrochen?“. Was bleibt? Eine gute Idee (= Handy als Spielekonsole), mangelhaft umgesetzt. Und wer sich nicht über die komische Haltung beim Telefonieren geärgert hat, den dürfte das Wechseln der Speicherkarte unter dem Akku genervt haben. (Bild: 8bitjoystick.com)
Die Idee, ein Handy quer zu legen, kam aber nicht erst mit dem N-Gage. Ein ähnliches Konzept verfolgte bereits das 3300. Nur kam dieses Quer-Design bei uns nicht an.
Das 7110 von Nokia war für seine Zeit revolutionär. Es ermöglichte bereits 1999 WAP-Funktionen auf dem Handy. Gerne wird es als Matrix-Handy bezeichnet, obwohl im Film ein modifiziertes 8110 zu sehen war. Zugegeben, die Modelle sehen sich sehr ähnlich. Und wo lag das Problem? Zuerst kam das Gerät wegen Fehlern im Betriebssystem stark verspätet auf den Markt, dann folgten Probleme mit der Schiebefunktion sowie dem Scrollrad. Schade.
Hörschäden durch ein Handy? 2004 läuteten bei Siemens alle Alarmglocken. Ein Softwarefehler ermöglichte beim Modell S65 das laute Abspielen eines Akkuwarntones. Und das während eines Telefonats, wo der Nutzer das Gerät am Ohr hält. Autsch! In der Folge wurden Updates angeboten, Handys zurückgerufen und überarbeitet.
Von Wählscheiben-Tastaturen haben wir endgültig genug. Zu sehr haben uns diese beiden Handys schon Nerven gekostet. Klar, der Mensch gewöhnt sich an alles. Die Frage ist nur, ob er das auch will. Und SMS-Tippen bzw. Texteingabe allgemein wird auf diesen Handys zur Qual.
Lange stand das Nokia N90 auf Platz 1 unserer Bestenliste. Den Platz hatte es sich redlich verdient, allerdings vermissten wir ein entscheidendes Feature: den Vibrationsalarm. Ein Handy im Jahr 2005 ohne Vibra? Nokia machte es vor. Auch die Communicator-Modelle mussten lange Jahre ohne Auskommen. Angeblich zur Schonung der Elektronik im Inneren.
Erinnern Sie sich noch an das OTE? Einen solchen Klotz gab es in der Geschichte des Handys nur selten. Trotz klobigen Ausmaßen und Mini-Display, auf dem gerade mal zwei Zeilen Text passt, verkaufte sich das Gerät wie warme Semmeln.
Schon seit einigen Jahren baut Philips keine Handys mehr. Das Modell fisio 120 gehört auch nicht gerade zu den Glanzstücken der Niederländer. Nutzer klagten über zu harte Tasten, so dass das SMS-Schreiben zur Qual für die Fingerkuppen wurde. Fies wie fisio.
In Zusammenarbeit mit T-Mobile brachte Siemens 2003 das ST55 auf den Markt. Auch hier nervte die Tastatur durch zu enge und zu harte Tasten. Außerdem hatte ein Programmierer wohl bei der Menüführung verschlafen, dass das ST55 mit Java-Anwendungen nicht zurecht kam. So führten viele Downloadlinks ins Leere.
Und Siemens setzte noch einen drauf. Das SXG75 war zwar insgesamt ein gelungenes Handy, das sich sogar auf GPS verstand. Aber der zu geringe Java-Speicher machte das Installieren zusätzlicher Programme nahezu unmöglich, die beschnittenen Organizer-Funktionen verhinderten schließlich den Erfolg des Gerätes.
imode ist in Deutschland längst Geschichte. Zu keiner Zeit konnte der Datendienst an die Erfolge im asiatischen Raum heranreichen. Sieht man sich das TS21i an, könnte man böse sein und sagen: jetzt wissen wir auch, warum. Vielleicht lag es an den wenig überzeugenden Handys?
Ursprünglich war das Sendo Z100 als erstes Windows-Mobile-Handy angekündigt, dann allerdings kam der heute etablierte Hersteller HTC zuvor. Es folgte ein langer Rechtsstreit. Sendo schwenkte schließlich auf Symbian als Betriebssystem um und brachte das Gerät als Sendo X auf den Markt.
Auch Siemens hat sich an Smartphones versucht. Das SX45 allerdings erwies sich schnell als zu groß und nur schwer zu bedienen. Telefonieren war hier nur über ein Headset möglich – das erinnert doch irgendwie an den MDA Pro alias HTC Advantage.
Als erstes iTunes-Handy angekündigt, dann aber gescheitert. Durch die fehlende iTunes-Anbindung und ein Limit auf 100 Musikstücke wurde für Motorola ein Erfolg verhindert. Gerüchte kursierten, Apple habe das Handy beschneiden lassen, um seine iPods nicht zu gefährden.
Mäßige Verarbeitung und eine undurchsichtige Menüführung waren die Kennzeichen des R380s. Dabei hätte das Smartphone mit Touchscreen ein Erfolg werden können. Fehler von Ericsson verhinderten dies aber. Zudem waren die Kunden Ende der 1990er wohl noch nicht offen für derartige Modelle.
Bereits Anfang 2006 brachte Samsung mit dem SGH-P900 ein Handy fürs mobile Fernsehen auf den Markt. Allerdings kam das Gerät viel zu früh, selbst heute hat sich Mobile-TV noch nicht durchgesetzt.
Immer wieder kündigte Grundig mobile Geräte auch für den deutschen Markt an, bisher sind uns aber keine über den Weg gelaufen. Das haben wir gerne: mit Features locken, Topgeräte mit 6-Megapixel-Cams versprechen – und dann den Kopf in den Sand stecken.
Im Jahr 2005 erkannte Siemens, dass ein wichtiger Trend verschlafen wurde: UMTS. Also kauften die Münchner in Asien zu. Das SFG75, ein Gerät von BenQ vor der Siemens-Übernahme, konnte allerdings nicht überzeugen. Zu umständlich war die Menüführung, das Siemens-Label stand somit zu unrecht auf dem Gehäuse. Viele Siemens-Freunde waren vergrault.
Zum Abschluss noch eine weniger gelungene Design-Idee von Nokia: Wir verfrachten die Tasten an die Seite und konstruieren ein absolut unförmiges Handy. Schneller als gedacht zeigte sich aber: das 7600 wollte so gut wie niemand. Und so verschwand es trotz dicker Ausstattung wieder. Ein Jahr später versuchte sich Siemens dann mit dem Smartphone SX1 an Tasten neben dem Display. Auch diese „Weiterentwicklung“ wurde wieder ad acta gelegt.