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28. September 2006 12:48


BenQ Mobile wird Insolvenz anmelden


BenQ-Siemens S81: Bald nicht mehr aus deutscher Produktion.
 
Der taiwanische BenQ-Konzern wird keine weiteren Zahlungen mehr an seine Mobilfunksparte BenQ Mobile GmbH mehr leisten. Zudem werde die Umsatz- und Margenentwicklung im wichtigen Weihnachtsgeschäft deutlich hinter den Erwartungen liegen. Daraus entsteht ein Liquiditätsmangel, der BenQ Mobile zwingt, in den nächsten Tagen Insolvenz beim Münchner Amtsgericht anzumelden. Dies teilte das Unternehmen heute der Presse mit. BenQ werde für sein globales Handy-Geschäft weiterhin die Marke BenQ-Siemens nutzen und dafür die bestehenden Forschung-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in Asien nutzen.

In einer eigenen Pressemitteilung gibt sich BenQ-Boss K.Y. Lee bereits distanziert: "Seit Oktober 2005 haben wir übermäßig viel Geld und Ressourcen in unsere deutsche Handy-Tochtergesellschaft investiert. Wir haben mit unseren deutschen Kollegen von Beginn an zusammen gearbeitet und konnten eine ganze Anzahl von Meilensteinen erreichen. Trotz der erzielten Fortschritte bei der Kosten- und Ausgabenreduzierung haben die größer werdenden Verluste diese sehr schmerzhafte Entscheidung notwendig gemacht."

Das Management von BenQ Mobile wolle umgehend Maßnahmen treffen, um das laufende Geschäft aufrecht zu erhalten, teilte das Unternehmen mit. Mögliche Folgen für die anderen Standorte und regionalen Gesellschaften von BenQ Mobile müssten noch geklärt werden.

BenQ-Siemens-Handys im Test

  (aln/wop)

Die Entwicklung der Siemens-Handys: S- und M-Klasse
Die Entwicklung der Siemens-Handys: C-, SL- und SX-Klasse


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Thema: Schade Antworten: 10
von: Leut am: 28.09.06 14:27
Tja das wars dann wohl mit Siemens Handys...
Leider lies ja schon der Verkauf von Siemens an BenQ nichts gutes vermuten, doch dass jetzt alles vorbei sein soll... traurig...
Da denke man doch nochmal zurück an mein erstes Handy S25... dann 35,45, das wirklich gute 55er und nun zum Schluss das S65. Irgendwie passten auch die Neuvorstellungen von BenQ nicht zu den alten Geräten.
Hoffendlich kommt es nicht so, dass irgendein Billighersteller dann "Siemens Handys" verkauft. Hoffendlich nimmt Siemens sich wieder der Handy an, obwohl mir das doch seeehr unwahrscheinlich erscheint...
Greetz
von: Um Lei Tung am: 28.09.06 15:09
Wir hatten etliche Handys von Siemens, angefangen beim S4. Und nur Ärger! Umsonst wird Siemens diese Sparte nicht verkauft haben und umsonst wird BenQ diese Sparte nicht aufgeben.
Wenn man meint, man müsse die Kundschaft abzocken, indem man für bald jedes Handy ein eigenes Ladekabel und Freisprecheinrichtung anschaffen muss (und dabei ordentlich in den Geldbeutel der leute greift), für eine poplige Freischaltung 25 Euro verlangen will ( die ich nicht gezahlt habe, ich habe statt dessen für 1 Euro ein SE erworben), wenn die Hardware nix taugt, weil Chipschubladen in der Wärme verbiegen, weil ohne jedes Verschulden Mikrophone plötzlich ausfallen ("das kann jeder sagen"), dann braucht man sich nicht wundern, wenn man zur Konkurrenz wechselt.
von: Traumtänzer am: 28.09.06 15:27
So würde ich das wirklich nicht sagen. Ich hatte angefangen vom C55 übers CX65 bis zum CX75 drei Siemensfolgemodelle. Die Qualität war in Ordnung, der Funktionsumfang für den Preis hervorragend, die Software super individualisierbar, Icon Packs und Co. Nur die Displaytechnik war im Vergleich zu den Asiaten immer altbacken. Von der technischen Qualität waren die Dinger aber wirklich in Ordnung. Der niedrige Marktanteil war imho so nicht gerechtfertigt. Nur gefiel mir vom BenQ-Siemens Angebot aktuell gar rein nichts so das ich auch woanders geschaut habe.

Mal sehen wann die Heuschreckendiskussion wieder losgeht, dabei hat BenQ eigentlich ur die Notbremse gezogen...
von: Traumtänzer am: 28.09.06 15:28
Bei meinem 3 Modellen waren die Anschlüsse identisch.
von: missiregis am: 28.09.06 19:26
"Mal sehen wann die Heuschreckendiskussion wieder losgeht, dabei hat BenQ eigentlich ur die Notbremse gezogen..."

wieso, das ist die Heuschreckenmethode
Man macht einen Deal mit dem Käufer.
Siemens hat Gründe zu "verkaufen". Auch wenn die Bilanz hergibt, das das Geschäft unter einem anderen Eigentümer auch nichts wird.
Z.B. hat Siemens dann keinen Ärger im Lande. Und nimmt noch einige Millionen ein.

Und der Käufer hat auch so seine Interessen. Z.B. an den Namen des Gerätes.
Und dann gibts noch andere Deals zwischen den Elektronikkonzernen dieser Welt die dieses Geschäft für praktisch erklären. Und dann spielen die Banken noch eine Rolle....

Man ist zwar irgendwo tatsächlich oder vorgeblich Konkurrent, aber ebend auch eine Familie. ;)
Und die National-Staaten mit ihrer Arbeitslosigkeit.....Sozial....
Kapital ist nicht national sondern international.
Das einzige Deutsche an der Deutschen Bank ist nur noch der Name.
Gewinne werden privatisiert, Verluste vergesellschaftet.
Da werden ebend die Kollegen durch taiwanische BenQ-Konzern an den deutschen Staat zur weiteren Beköstigung und Verpflegung übergeben....
von: madScientist am: 28.09.06 21:34
>Gewinne werden privatisiert, Verluste vergesellschaftet.<

Heih! :O Das ist mein Satz. :-?

Du darfst ihn aber gerne mit einem "(c) madScientist" verwenden. ;)
von: missiregis am: 29.09.06 06:18
richtig heißt er ja wohl:
Profite werden privatisiert, Verluste vergesellschaftet...;)
aber wer da Autor ist weiss ich auch nicht
von: Gottfried_Stotz am: 29.09.06 08:26
Hallo,

wobei mir die Geschichte bei Siemens völlig schleierhaft ist.

Da fahren hochbezahlte Manager den Karren in den Dreck, weil sie schlichtweg technische Innovationen verschlafen und völlig am Makt vobei kallkulieren.

Die gleichen Manager sitzen aber nach dem Verkauf an BenQ immer noch ihn ihren Chefsesseln.

Das ist doch völlig paradox und hat fast noch nie funktioniert.

M.f.G. Rüdiger
von: Tempest am: 29.09.06 19:48
Was heute nur noch zählt, ist kurzfristiges Gewinnstreben anstatt langfristiges Engagement zum Wohl der Gesellschaft und damit aller.® :( @Tempest®

:D
von: Leut am: 30.09.06 01:05
ja die Mitgift von Siemens....
von: siges3107 am: 05.10.06 16:49
Huhu,

Schade find ich das mit Benq-Siemens auch, nun verdienen wir damit als ehemaliger Servicepoint von denen keinen müden € mehr. Aber zuvor mussten wir 2000€ und mehr in Hardware investieren die einem von Benq aufs Auge gedrückt wurde :( :( :(
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