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16. Februar 2007 09:52


Jeder zehnte Jugendliche in Südkorea Handy-süchtig


Handy-verrückt: Asiatische Mobilfunk-Fans.
 
Laut einer Studie fühlt sich jeder zehnte Jugendliche in Südkorea von seinem Handy abhängig. Die Untersuchung des Kommunikationsministeriums in Seoul kam zu dem Ergebnis, dass 111 von 1.085 befragten Handy-Nutzern zwischen neun und 19 Jahren sich selbst für süchtig halten. Dagegen hätten nur rund vier Prozent der befragten Erwachsenen angegeben, von ihrem Mobiltelefon abhängig zu sein.

Fast alle Teenager im Land besäßen Handys und ihre starke Abhängigkeit habe eine eigene, von den Erwachsenen getrennte Kultur geschaffen, warnte Sung Yun Sook, Wissenschaftlerin am Institut für Jugendentwicklung. "Durch Mobiltelefone fühlen sie sich von nörgelnden Eltern befreit. Sie verbringen Stunden damit, Textnachrichten mit Freunden auszutauschen", führte sie aus. Nehme man ihnen ihre Handys weg, würden sie nervös, manche rasteten aus. In einigen Fällen hätten Jugendliche sogar Löcher in Schultische gebohrt, um trotz des Handy-Verbots im Unterricht die Displays im Auge behalten zu können.

Im vergangenen Jahr war durch eine andere Studie bekannt geworden, dass etwa ein Drittel der koreanischen Schüler täglich mehr als hundert Textnachrichten versendet. Seit diesem Jahr müssen südkoreanische Mobilfunk-Unternehmen Jugendlichen und ihren Eltern raten, einen Vertrag abzuschließen, bei dem die Teenager nur umgerechnet rund 30 Euro pro Monat vertelefonieren können.
  (dcn)

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