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Offiziell: BenQ Mobile stellt InsolvenzantragDie Entwicklung der Siemens-Handys: S- und M-Klasse Die Entwicklung der Siemens-Handys: C-, SL- und SX-Klasse Nun ist es offiziell: BenQ Mobile hat einen Insolvenzantrag eingereicht. Das sagte eine Sprecherin des Münchner Amtsgerichts am heutigen Freitag. Damit steht die Tochter des taiwanischen BenQ-Konzerns wohl endgültig vor dem Aus. Die Mitarbeiter des Unternehmens überlegen laut einem Zeitungsbericht, Schadenersatzansprüche gegen ihren alten Mutterkonzern Siemens geltend zu machen. Jeder der rund 3.000 BenQ Mobile-Beschäftigten bekomme ein an die Siemens-Zentrale adressiertes Schreiben, mit dem er seine individualrechtlichen Ansprüche geltend machen könne, sagte ein Betriebsrat von BenQ Mobile der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Der Betriebsrat hofft laut eigener Aussage, dass sich Siemens so zu einer Gesamtlösung, etwa der Gründung einer Beschäftigungsgesellschaft, überzeugen lässt, statt sich mit "3.000 Einzelforderungen auseinanderzusetzen". Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wollte nach Angaben eines Sprechers in die Fabrik in Kamp-Lintfort kommen. Er stehe an der Seite der Belegschaft und wolle alle Möglichkeiten für eine Lösung der Krise ausloten. Die IG Metall hat die Belegschaft zu einer Versammlung aufgerufen, die am Morgen statt fand. Aus Sicht der Gewerkschaftler hat das Versagen des Managements zu der Pleite der aus der Handy-Sparte von Siemens hervorgegangenen Firma geführt. Unsere Meinung: Zwei Dinge gilt es in Anbetracht der aktuellen Lage bei BenQ Mobile zu unterscheiden: Erstens: Das Verhalten gegenüber den Mitarbeitern ist skandalös - sowohl von seiten der Siemens-Manager als auch von BenQ-Mobile. Zweitens: Nichtsdestotrotz bedeutet das Aus für die Handy-Produktion eine traurige, aber unvermeidliche Marktbereinigung. Auch der von den Netzbetreibern subventionierte Handy-Markt unterliegt inzwischen den Gesetzen der Weltwirtschaft. Ein Gigant wie Nokia kann Schwächephasen überwinden, so geschehen von 2004 auf 2005. Ein Unternehmen mit 3 Prozent Anteil am Weltmarkt kann sich dagegen kein schlechtes Produkt leisten. Und schon gar nicht eine ganze Serie von Pannen. Die Fehler wurden bei Siemens gemacht, nicht bei BenQ. Diese Erkenntnis wird den Mitarbeitern, die jetzt dafür bezahlen müssen, allerdings nicht helfen. (aln/ub) Die Entwicklung der Siemens-Handys: S- und M-Klasse Die Entwicklung der Siemens-Handys: C-, SL- und SX-Klasse Diskutieren Sie mit!
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