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2. November 2007 17:06


Streit: Microsoft wischt Linux von der Platte


Francois Bancilhon: Ist schwer enttäuscht.
 
Der Streit zwischen Microsoft und einigen Linux-Distributoren wird heftiger: Nachdem Nigeria angekündigt hat, auf 17.000 bestellten Classmate-PCs von Intel mit Mandriva-Linux nachträglich Windows zu installieren, hat Mandriva Chef Francois Bancilhon einen offenen Brief an Microsoft geschrieben.

Im Brief spricht Bancilhon Microsofts CEO Steve Ballmer direkt an. Mit viel Sarkasmus sagt er Ballmer, wie tief beeindruckt er von diesem Deal ist. Er wirft Ballmer und seinen Mitarbeitern vor, auf die nigerianische Regierung solange eingeredet zu haben, bis diese sich nachträglich noch für Windows entschied. Die Classmate-PCs werden zwar mit Mandriva ausgeliefert, dies soll jedoch später mit Windows überspielt werden.

Zum Schluss gibt sich Bancilhon kämpferisch und appelliert noch einmal an Nigeria, die Sache wieder rückgängig zu machen. Noch sei es nicht zu spät.

Der Classmate-PC ist ein Billig-Notebook von Intel, das für Entwicklungsländer und dort besonders für Schulen produziert wird. Ein ähnliches Projekt hat One Laptop Per Child (OLPC) mit dem so genannten 100-Dollar-Notebook gestartet.
  (cla)

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