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2. September 2008 18:29


Windows 7: So will Microsoft die Bootzeit kürzen


Fotostrecke: Start-Tuning - so booten XP und Vista schneller

So starten Windows-Rechner heute: Fast 40 Prozent der Windows-Rechner benötigen über 40 Sekunden beim Bootvorgang.
 
Das Warten auf Windows soll kürzer werden: Für das kommende Microsoft-System Windows 7 versprechen die Entwickler einen schnelleren Boot-Vorgang. Wie das funktionieren soll erklärt Michael Fortin, Distinguished Engineer Windows Core Operating Systems, im Engineering Windows 7 Blog.

So booten Windows-Rechner heute
Aufgrund unterschiedlicher Hardware-Ausstattungen benötigen Rechner unterschiedlich lange für den Systemstart. Mit Hilfe des Customer Experience Improvement Programs (CEIP) hat Microsoft fleißig Daten von teilnehmenden Windows-Rechnern über die Dauer des Bootvorgangs gesammelt (s. Screenshot). Das Ergebnis: Fast 40 Prozent der Systeme brauchen mehr als 40 Sekunden, bis der Anwender mit seiner eigentlichen Arbeit beginnen kann.

Das ist zu lange und daher setzen sich die Windows-Entwickler hohe Ziele: Mit Windows 7 sollen deutlich mehr Rechner eine sehr gute Bootzeit abliefern. Ein sehr gutes System boote dabei in weniger als 15 Sekunden, schreibt Fortin in seinem Beitrag.

Vier Maßnahmen für einen flotten Systemstart
Beim jedem Bootvorgang wandern Daten von der Festplatte in den Arbeitsspeicher. Wichtige Windows-Systemdienste müssen gestartet, die Hardware des Rechners erkannt und passende Treiber geladen werden. Erst dann kann das System den Desktop vorbereiten und anzeigen. Bei vielen Anwendern folgen schließlich diverse Programme, die automatisch mit Windows starten. An diesen Prozessen müssen die Windows-Tüftler ansetzen, wenn Sie den Systemstart beschleunigen wollen.
 


Login-Screen: Sehen wir diesen Bildschirm künftig schon nach 15 Sekunden?
 
Vor allem bei den System-Diensten wollen die Entwickler kürzen. Die Hintergrund-Programme sollen Prozessor, Festplatte und Speicher künftig weniger belasten. Außerdem soll ein Dienst beim Bootvorgang nur dann starten, wenn er absolut notwendig ist. Hierbei muss den Entwicklern der Spagat zwischen möglichst wenigen Diensten und einer möglichst breiten Geräte-Unterstützung gelingen. Beschleunigung bei der Hardware-Einrichtung versprechen sich die Techniker durch gleichzeitige Verarbeitung der Treiber. Dadurch soll verhindert werden, dass ein langsam reagierendes Gerät den Bootvorgang stark verzögert. 

Für XP und Vista: Mit unserem Tipps startet ihr Rechner schneller.
 
Zusätzliche Optimierung beim Windows-Prefetching soll für flinkeren Transport von Daten zwischen Festplatte und Speicher sorgen. Hier erwägt Microsoft, ob der Einsatz von Solid State Disks (SSD) bei Windows 7 Pflicht werden könnte. Weiterführende Diagnose-Tools sollen den Anwender vor möglichen Systembremsen warnen. Das Tool soll nicht nur bei einem überfrachteten Autostart trommeln, sondern auch auf komplexe Logon-Scripts aufmerksam machen.

Ob es den Entwickler gelingt, den Startvorgang mit diesen Maßnahmen auf 15 Sekunden einzudampfen, werden wir nicht vor 2010 erfahren. Erst dann will Microsoft den Vista-Nachfolger veröffentlichen. Bis dahin gibt CHIP Online einige allgemeine Tipps, um den Bootvorgang bei Windows XP und Vista zu beschleunigen.
  (mar)

Fotostrecke: Start-Tuning - so booten XP und Vista schneller



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